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Geboren in Wien, aufgewachsen in Wien, geblieben in Wien. Kurz gesagt: Ich bin die österreichische Hälfte des Autorenduos. Und, wie man sieht, erstaunlich sesshaft.

Mein Wohnort ist allerdings so ziemlich das einzige, was ich über so lange Zeit hinweg beibehalten habe. Mit Jobs war das ganz anders, und mit Studienrichtungen sowieso.

Nach dem Abschluss meiner Schullaufbahn begann ich, Japanologie und Publizistik zu studieren, schwenkte nach vier Semestern auf Rechtswissenschaften um, scheiterte dort an den massiven, auswendig zu lernenden Büchern und kehrte reumütig zur Publizistik zurück. Diesmal allerdings kombiniert mit Theaterwissenschaft.

Dass ich keines meiner Studien abschloss, lag a) an mangelndem Enthusiasmus für die jeweiligen Inhalte und b) an der erstaunlichen Anzahl von Nebenjobs, mit denen ich mir mein Leben finanzierte. Ich jobbte als Messehostess, Telefonkeilerin, Werbetexterin, erstellte Studien für einen Automobilclub – vor allem aber war ich die ganze Zeit über als Statistin an der Wiener Staatsoper beschäftigt. Was wesentlich mehr Spaß machte als jedes Proseminar mit Anwesenheitspflicht.

Kein Wunder, dass ich es bis heute zu keinem akademischen Titel gebracht habe, und ich wage die Prophezeiung, das wird sich auch nicht mehr ändern.

Irgendwann war klar, dass Schluss sein musste mit Studieren und Statieren, und als sich mir die Gelegenheit bot, bei einem medizinischen Fachverlag als Chefin vom Dienst einzusteigen, griff ich mit beiden Händen zu.

Der Medizinjournalismus prägte mein berufliches Leben fast fünfzehn Jahre lang. Nach der Geburt meines Sohnes im Jahr 1999 wechselte ich in den Freiberuflichenstatus – und das war der Moment, in dem ich zum ersten Mal seit langer Zeit auch wieder über andere Themen schrieb als Prostatahyperplasie, Melanomfrüherkennung oder bildgebende Verfahren beim Bronchialkarzinom.

2003 erschien mit „Buchstabendschungel“ mein erstes Kinderbuch, es folgten eine ganze Reihe weitere Geschichten für Sechs- bis Zehnjährige, und dann, im Jahr 2010, kam „Erebos“ und veränderte alles.

Plötzlich nahm der „Nebenjob“ Schriftstellerin ganz neue Dimensionen an. Wurde aufwändiger, platzgreifender und recht schnell auch lukrativer als mein „eigentlicher“ Beruf.

Trotzdem dauerte es noch fast drei Jahre, bis ich den Journalismus ganz an den Nagel hängte – auf Anmeldeformularen „Autorin“ als Berufsbezeichnung einzutragen, fiel mir aber noch lange darüber hinaus schwer.

Heute schreibe ich für zwei Verlage und zwei Zielgruppen (die sich aber erfreulicherweise überschneiden): Meine Jugendbücher erscheinen beim Loewe-Verlag, meine Thriller für Erwachsene bei Wunderlich.

Dort erscheint auch das erste Buch, das ich nicht allein, sondern gemeinsam mit Arno schreibe und das ab Herbst 2015 in den Buchläden liegen wird.

Das alles macht Spaß. Es ist spannend. Es ist Abenteuer. Es ist der beste Job der Welt.